Lars Herla präsentiert unser Projekt auf der Delegiertenversammlung in Papenburg.
Unbedingt ansehen! Video der Versorgungsreise in die Ukraine
Dokumentationsfilm der 3. Versorgungsreise
Die 3. und abschließende Versorgungsreise wurde begleitet vom http://www.filmteam-papstein.de/
Eine bewegenden Dokumentation von Henning, dem wir auf diesem Wege nochmals unseren Dank aussprechen. Sowohl für Seine Arbeit hinter der Kamera, als auch für seine Teilnahme an der Reise!
Bitte zeigt Euren Freunden bei den Tischabenden diesen Film und unterstützt uns weiterhin, damit wir bis zum OTD- AGM in Papenburg die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert haben!
Eine bewegenden Dokumentation von Henning, dem wir auf diesem Wege nochmals unseren Dank aussprechen. Sowohl für Seine Arbeit hinter der Kamera, als auch für seine Teilnahme an der Reise!
Bitte zeigt Euren Freunden bei den Tischabenden diesen Film und unterstützt uns weiterhin, damit wir bis zum OTD- AGM in Papenburg die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert haben!
Elena Arlt: Mehr mitgenommen als gegeben!
| Elena Arlt |
Liebes NSP-Team,
wenn ich eine Stadt oder einen Ort verlasse, ist mein letzter
Satz immer: „Es war einmal in ….“
So ist es auch dieses Mal gewesen – „Es war einmal in
Dnepropetrovsk…“ (Lars, eines Tages wirst du das Wort auch aufschreiben können J)
Ich habe Menschen kennen gelernt, die Ihre Freizeit und ihr Geld
für Bedürftige spenden. Menschen, die mit Leib und Seele Helfer sind, welche
ihre Familien sowie Geschäfte zu Hause lassen und in der Welt unterwegs sind,
um zu helfen. Diese Menschen bewundere ich sehr, ich ehre und respektiere sie
so sehr, dass mir dazu die Worte fehlen. Und dass soll was heißen! J Ich
habe viel von ihnen gelernt, meine Weltansichten haben sich sehr geändert!
Natürlich hetze ich weiterhin durchs Leben und versuche meinen Job so gut wie
möglich zu machen, versuche zwischen Job, Familie, Freunden und Freizeit
zu balancieren. Doch manchmal halte ich inne und sage – schau mal, es gibt
Menschen, die in dieser verrückten schnelllebigen Zeit Kraft und Mut haben, in die
fremde Welt zu gehen und den Bedürftigen zu helfen. Dieser Gedanke und die
Erinnerungen an die glücklichen Kinderaugen holen mich wieder in die Realität
zurück, bremsen mich aus und geben Ruhe. Dafür danke ich allen, welche dieses
Projekt ins Leben gerufen haben und welche an diesem Projekt mitgewirkt haben.
Es war eine gewaltige Herausforderung, 1000 Kindern mit
Hörgeräten und Brillen zu versorgen! Diese Kindern werden sich ihr Leben lang
an uns erinnern. Und ich war dabei! Diese Erfahrung ist sehr kostbar für mich,
danke nochmals, dass ich dabei sein dürfte.
Und nun nochmals zu den Kindern – dieses Mal war es psychisch
leichter für mich, da jedes Kind ein Hörgerät bekommen hat. Wir mussten
niemanden weg schicken, es gab nur zufriedene Kinder. Leider erfolgte die
Anpassung dieses Mal in einem extra Raum, sodass unser Teil des Teams nicht
viel von den fröhlichen Momenten des Hörens mitbekommen hat. Als Belohnung für
uns gab es jedoch reichlich fröhliche Kinder mit Hörgeräten im Flur und im
Schulhof zu sehen. Sie schauten sich gegenseitig die Geräte an,
nahmen sie aus den Ohren heraus, betrachteten sie und steckten sie wieder –
glücklich und zufrieden – zurück in die Ohren. Ein wunderbares Bild!
Ich hoffe sehr, dass diese Kinder eine enorme Steigerung des
Lebensstandards erfahren haben, dass sie noch verhältnismäßig gut sprechen
lernen, Ausbildung oder gar Studium mit Hilfe von unseren Hörgeräten bewältigen
werden. Würde gern das eine oder das andere Schicksaal verfolgen wollen. Wie z.
B. von Mikola, einem fußballbegeisterten Jungen aus der Förderschule
Dnepropetrovsk. Oder von dem kleinen Sascha aus dem Odessa-Gebiet, der wegen
einer Impfung über Nacht taub geworden ist und seine Mama die einzige Kuh
verkaufen musste, damit sie Hörgeräte für Sascha bezahlen konnte. Doch diese
Geräte waren so schlecht, dass sie Sascha mehr gestört hatten… Ich würde
auch gern ein Feedback von Kindern erhalten wollen – wie läuft denn deren
Alltag mit unseren Hörgeräten ab? Welche Hilfe brauchen sie noch? Ist vielleicht
Nachjustierung/Reparatur notwendig?
Und ich kann nur noch wiederholen - ich persönlich habe mehr aus
diesem Projekt mitgenommen als ich gegeben habe… Wer hätte das gedacht!
Eure Elena Arlt
Claudia Kellner, die 3. Reise
Claudia Kellner
Hallo
Ihr lieben Tabler,
ich
durfte bei zwei wundervollen Reisen in die Ukraine dabei sein. Ihr habt
gesammelt und geplant. Alle meine Mitreisenden haben über die Schicksale der
Kinder und den Gegebenheiten vor Ort berichtet. Für mich waren es Reisen in
eine andere Welt, die ich mir nie hätte vorstellen können. Ich danke Euch für
die Erfahrungen, die ich machen durfte - die mich für meine Zukunft geprägt
haben und die ich nie vergessen werde. Für die Kinder in der Ukraine und auch
für mich war das wie ein Märchen:
Es
war einmal ein fernes Land, von dem gingen kleine Stimmen aus. Diese erzählten
von Kinderohren, die dringend Hilfe benötigten. Diese kleinen Lauscher haben
aufgrund eines Hörverlustes nicht die Möglichkeit, am Leben der anderen teilzunehmen.
Es wird zwar für die Kleinen gesorgt - letztlich nur sehr unzureichend. In
diesem Land darf immer nur ein Ohr
hören - und das auch nur innerhalb des Schulunterrichtes. Dabei gibt es für die
kleinen Lauscher noch so viel mehr zu erleben, was mindestens genauso wichtig
ist wie der Schulstoff. Zu Hause bei Ihren Familien gibt es oft Probleme: es
wurde auch von Kinderohren berichtet, die von dem einen oder anderen Elternteil
verlassen wurden und jetzt im besten Fall bei den Großeltern leben. Sie kennen gar
nicht die Geräusche, die Ihr Land macht, und es ist schwierig, Freunde zu
finden. Folglich wird Ihnen somit die Chance auf eine eigenständige glückliche Zukunft
genommen.
Diese
leisen Hilferufe wurden in Deutschland von klugen Männern an runden Tischen
aufgeschnappt. Sie haben sich Gedanken gemacht, wie man diesen zarten Ohren
helfen könnte und schufen ein einzigartiges Projekt. Sie tauften es: „1000
Kinder hören und sehen“.
Die
Männer an den runden Tischen sorgten für die Mittel, um Zaubergeräte und Zubehör zu kaufen.
Sie
riefen Hörakustikzauberer herbei, die mit Ihren magischen Fähigkeiten die Kräfte
der Technik beschwören konnten. Sie beherrschten den mystischen Knetenabdruckzauber,
den Superschnellfräszauber und natürlich
auch den besten Zauberspruch aller Zeiten: „BABABABABA…“
Die
weisen Männer unterstützen die Zauberei, indem sie Ihnen linguistische Feen an
die Seite stellten. Sie hatten nicht nur ein großes Herz, sondern brachten mit
Ihrer offenen und zudem positiven Lebenseinstellung ein warmherziges Lächeln und
Fröhlichkeit mit in ein Land, das dies sehr gut gebrauchen kann.
Ferner
beauftragten die weitsichtigen Männer auch einen Heiler, der mit viel Geduld
und Humor die kleinen Öhrchen von negativen Perlenzaubern aus der Vergangenheit
befreien konnte, indem selbige hochprofessionell aus dem Gehörgang entfernt
wurde.
Die
liebenswürdigen Männer an den vielen runden Tischen in Deutschland machten sich
sehr viel Gedanken und Mühe bei Ihrer Planung. Ganz wichtig hierbei: sie
brauchten auch Hilfe vor Ort. So baten sie zwei sehr starke Brüder aus dem
fernen Land, ihnen zu helfen. Die zwei Brüder wiederum setzten umgehend Ihren
besten Engel ein, der gekonnt die Umsetzung vor Ort in die Hände nahm.
Die
Zauberer, Feen, Magier und Engel haben vor Ort viel Zauberfrässtaub produziert,
und haben sich heiser gehext. Viel haben wir zusammen gelacht und auch mal ein
Paar Tränchen der Rührung vergossen. Aber vor allem haben wir viele kleine noch
wachsende Ohren mit großen Träumen für Ihre Zukunft getroffen:
Wir
trafen zukünftige Fußballstars, die für Land spielen und kämpfen wollen.
Wir
lernten kleine Künstler kennen, die das Land in Zukunft bunter sehen wollen.
Wir
durften die leckersten Speisen zukünftiger Meisterköche probieren.
Wir
lernten große Jungs kennen, die Ihre Zukunft dem Basketball widmen möchten.
Wir
trafen zukünftige Models, die der Welt Ihr schönstes Lächeln zeigen wollen.
Wir
sahen zukünftige Profiboxer, die Ihren großen Vorbildern nacheifern werden.
Wir
begegneten bei der letzten Reise auch 130 Paar Superlauschern - größere und
kleinere, die liebevoll miteinander umgingen und sich gegenseitig
unterstützten. Das alles klingt wie ein Märchen - ist es aber nicht. Dank der
Hilfe von vielen engagierten und zugleich bewundernswerten Menschen können
diese Kids ein Stück weit erfolgreicher und zuversichtlicher in die Zukunft
schauen. Alle haben dazu beigetragen, dass Träume gelebt werden können.
Damit
diese Träume am Ende auch tatsächlich in Erfüllung gehen, benötigen diese Kinder
– und sie sind es wert - dringend Nachsorge. Die Ohren werden wachsen und
können nur mit unserer Hilfe weiterhören und somit teilhaben an den Dingen und
Menschen, die ihnen wichtig sind, deshalb gilt:
Bitte
hört nicht auf, Ihr Großen Männer an den kleinen runden Tischen in ganz
Deutschland.
Danke
Euch allen – vor allem im Namen sämtlicher Kinder!Eure Claudia Kellner
OTD- HJM im Rheingau
Im Rheingau fand letztes Wochenende (5.-7.10.12) das HJM von Old Tablers Deutschland statt.
Ich durfte zu dieser Sitzung über den aktuellen Stand der Spenden und die 3. Versorgungsreise berichten.
Durch den SaA (Sergant at Arms) Andreas Perscheid, kamen sagenhafte 520,- € in die Kasse. Das Präsidium hat beschlossen, den Betrag für 1000 Ksuh zu spenden.
Wir sagen: DANKE!
YiOT
Tommy
OT 74 Hanau
Ich durfte zu dieser Sitzung über den aktuellen Stand der Spenden und die 3. Versorgungsreise berichten.
Durch den SaA (Sergant at Arms) Andreas Perscheid, kamen sagenhafte 520,- € in die Kasse. Das Präsidium hat beschlossen, den Betrag für 1000 Ksuh zu spenden.
Wir sagen: DANKE!
YiOT
Tommy
OT 74 Hanau
Der Film zur 3. Versorgungsreise
Immer wieder beeindruckend, wenn man sieht, dass die Kinder hören können:
Lars hat uns hier einen Film zusammen gestellt:
http://youtu.be/4jICEefLW6g
Danke Lars!
Lars hat uns hier einen Film zusammen gestellt:
http://youtu.be/4jICEefLW6g
Danke Lars!
Jan Balczun, Bericht zur Reise
| Unser Doc Jan |
Dnepropetrovsk.
Das sollte das Ziel der Versorgungsreise
sein. Ein Name, der nicht leicht von der Zunge geht.
Der Entschluss,
mitzureisen, war hingegen wesentlich einfacher: Nachdenken musste ich da nicht.
Die strahlenden Kinderaugen der letzten Orte waren noch nicht vergessen.
Als wir, mit einem dieses Mal sehr kleinen Team, dort ankamen,
ging es ohne Anlaufschwierigkeiten sofort los mit der Versorgung, da wir einen
sehr straffen Zeitplan hatten.
Bedingt durch das sehr kleine Team war ich nicht nur als
Arzt gefordert.
Nachdem ich alle Ohren angeschaut und für „anpassfähig“
befunden hatte, machte ich mich daran, unter fachkundiger Anleitung Abdrücke zu
nehmen (Danke für die Geduld, Robert!), diese zurechtzuschneiden, und als
Krönung ließ mich die ostfriesische Oberfräse sogar ein Passstück fräsen.
Das schönste war jedoch, als die Kinder nach der Anpassung
den ersten Ton hörten und voller Aufregung anfingen, unser „ba ba“
nachzusprechen. Da ich viele Kinder von Anfang bis Ende betreuen konnte, durfte
ich genau beobachten, wie die anfängliche Angst und Skepsis in den Augen, vor
allem beim „Arztbesuch“, in grenzenlose Dankbarkeit und Freude umschlug.
Und als wir auf dem täglichen Heimweg in unsere Bleibe auf
dem Schulhof die Kinder glücklich mit ihren Hörgeräten herumlaufen und
kommunizieren sahen, war die Gewissheit endgültig:
Wir haben wieder etwas Gutes
gemacht, wofür es sich gelohnt hat, die Strapazen auf sich zu nehmen!
Jan Balczun, RT 81, Bochum
Maksim Ljubaskin, die 3. Reise
Liebe
Freunde,
nach
über zwei Jahren fleißiger Arbeit von vielen von Euch, wurde die
Versorgungsphase des Projektes „1000 Kinder sehen und hören“ mit dem Abschluss der
3. Versorgungsreise erfolgreich abgeschlossen.
Nach den beiden Reisen nach
Odessa im Mai 2011 und nach Kiew im Februar 2012 ging es diesmal nach
Dnepropetrovsk, in die ca. 500 km von Kiew und Odessa entfernte Stadt in den
Osten der Ukraine. Dort haben wir die nach den ersten zwei großen Reisen übergebliebenen
Hörgeräte in einer Spezialschule für schwerhörige Kinder verteilt. Jetzt haben
wir genau den tausend Kindern in der Ukraine die Möglichkeit zum Hören gegeben,
was sicherlich ein neues Lebensqualität mit sich bringt und vielleicht sogar
eine neue Perspektive im Leben zeigt. Ein ganz großes Lob und herzlichen Dank an
die, die die Aktion unterstützt haben und dies weiterhin tun. Nun zurück zu der
3. Reise.
Unsere
Ankunft war ein großes Event nicht nur für die Kinder, die die Hilfe bekommen
haben, sondern vor allem für die Leiterin Larissa Grigorievna und das ganze
Team der Lehrer, die für diese Kinder mit dem ganzen Herzen brennen und versuchen
es mit der größten Mühe, deren Leben ein Stück besser zu machen. Aus diesem
Grund war die Schule mehrmals als die beste „Spezialschule für schwerhörige
Kinder“ der Ukraine. Die Atmosphäre dort ist sehr warm und freundlich. Die
ganze Schule schien mir als eine große geschlossene Familie zu sein. Alle gehen
sehr fair und nett miteinander um und bieten gegenseitige Unterstützung an. Die
Lehrer machen ihren Job ausgezeichnet und bereiten sorgfältig die Kinder nach
12-jährigem Schulprogramm für das weitere Studium an der Uni Dnepropetrovsk, an
der es einen speziellen Studiengang für Schwerhörige gibt. Rund zwei Drittel
der Kinder bekommen dort einen Studienplatz. Viele Kinder zeigen gute
Ergebnisse im Sport bei den paralympischen Disziplinen. Aber alle diese Erfolge
reichen nicht aus, um diese Kinder mit eigenen Hörgeräten zu versorgen. Es
fehlt im Budget einfach das Geld. Darum war unsere Hilfe, sogar bei einer der
bestversorgten Adressen, sehr notwendig.
Die
Schulleitung hat uns voller Freude begrüßt. Wie immer kann ich nur das
Stichwort „die russische Seele“ nennen, um die Offenheit und die Wärme des
Empfangs zu beschreiben. Das gesamte Lehrpersonal war die ganze Zeit sehr engagiert.
Es hat alles wunderbar gepasst. Das erfahrene Team war so eingespielt, dass die
ganze Versorgung, von der Untersuchung über die Herstellung von Ohroliven bis
zur Anpassung, einwandfrei lief. Ich dachte mir, wie Schade ist es, dass das
Projekt abgeschlossen wurde, und wir jetzt diese Dynamik und diese Erfahrung
nicht weiter einsetzen können. Es gibt doch noch so viele Kinder in der Ukraine
und auf der ganzen Welt, die auf ein Hörgerät warten. Diesen Kindern könnten wir auch
helfen.
Während
dieser Reise hatten wir einen NDR-Reporter an Bord, der einen Film über unsere
Aktion gedreht hat. Ich hoffe mir, dass der Film später nicht nur als
Bestandsaufnahme der Situation in der Ukraine von dem Publikum aufgenommen
wird, sondern zündet deren Herzen und macht, in welcher Form auch immer, den
Weg für weitere ähnliche Projekte frei, damit wir, liebe Tabler und Freunde,
und Ihr, liebe Leser, die Welt ein Stück besser machen könnten.
Lasst
uns einfach nicht aufhören und weiter machen!
YiT, Euer
Maksim
Lars Herla: Meine 3. Reise
| Lars der "Ostfräse" |
Zum ersten mal Fliege ich aber als Mitverantwortlicher
für Material und Organisation mit, was die Sache nicht leichter werden lässt.
Beim Zusammenstellen der verfügbaren Personen, habe ich
genau darauf geachtet, auf wen ich mich verlassen kann und wer auch in
schwierigen Situationen seinen Mann bzw. seine Frau steht.
Dieses klappte wie die gesamte Reise perfekt, und ich
muss sagen, die Jungs und Mädels haben einen Traumjob gemacht.
Bereits kurz nach der Ankunft haben wir uns auf den Weg
in das Kinder- und Schwerhörigenjugendheim gemacht, wo wir schon nach kurzer
Zeit unser Lager aufgeschlagen haben, um die gut 130 Kinder mit Hörgeräten zu
versorgen.
Für mich persönlich hieß dieses 260 Ohrstücke in gut 2
Tagen fertigen(und das ohne meinen Partner Andreas Perscheid, mit dem ich
schon so manches Stück Silikon weggefräst habe).
Ein offensichtlich mehrfach behinderter Junge, ca. 10 Jahr alt, weigerte sich vor meinem Tisch die Abdrucknahme an seinen Ohren durchführen zu lassen. Die Mutter erzählte uns, dass das bei den sogenannten Experten vor Ort ihm sehr weh getan hat, was wir nun ausbaden durften. Selbst die schönsten, mitgebrachten Werbegeschenke von unserer Elena (leuchtende Kugelschreiber) ließen ihn nicht umstimmen.
Da für diese Kinder es aber die einzige Chance ist,
wieder etwas zu hören, stimmt die Mutter der härteren Methode zu, und ich durfte
ihn nun zu seinem Glück zwingen.Im Klammergriff, bei dem sich der kleine Junge nicht mehr
bewegen konnte, und der sowohl ihn als auch mich stark zum schwitzen brachte.
Die Abdrucknahme klappte mit großem Herzrasen
einwandfrei und den Jungen sah ich einen Tag später glücklich auf dem Flur mit
zwei neuen Hörgeräten von Round Table. Den Kugelschreiber hat er übrigens nicht
mehr hergegeben.
Was bleibt also nun von der Aktion 1000 Kinder sehen und
hören?
Es bleiben definitiv mehr als 1000 versorgte Kinder mit je
zwei Hörgeräten, und fast die gleiche Anzahl an versorgten und stark sehbehinderten
Kindern. Wir haben viele Schicksale erlebt, viel Leid und Armut gesehen, von
der wir uns hier in Deutschland keine Vorstellung machen können.
Mich hat dieses Projekt nachhaltig verändert, und ich bin
so froh, dass ich mich entschieden habe das Projekt aktiv zu unterstützen.
In Kiew sagte mir die Mutter eines Kindes:
„Bitte hört
nicht auf solche Dinge zu tun,
Ihr sorgt Euch
nicht nur um unsere Kinder,
sondern macht
die Welt ein Stück weit besser!“
Ich habe ihr versprochen, dass
ich weiter machen werde!
Diese Worte bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf und somit
werde ich immer ein Teil von 1000 Kinder sehen und hören sein und auch bleiben.
YiOT, Euer Lars
Robert Kühne: Bericht 3. Versorgungsreise
| Robert beim Fräsen einer individuell angerfertigten Ohrplastik. |
Nach
den zwei vergangen Reisen im Mai 2011 und Februar 2012 ging es diesmal nach
Dnepropetrovsk. Die Schule war wiedererwartend in einem guten Zustand, was mich
doch etwas ins Grübeln brachte. 125 Kinder und Jugendliche sollen wir mit
Hörgeräten versorgen. Damit starteten wir am späten Sonntag Nachmittag, nachdem
uns die Schulleiterin begrüßt hatte. Sie erklärte, das die Schule erst vor
kurzem komplett renoviert wurde.
Das
Team, das wirklich perfekt war, machte seine Arbeit sehr routiniert. Alle waren
schon bei mindestens einer vorrangegangen Versorgungsreise dabei.
Viele
Kinderohren haben wir gesehen. Ohrstücke gefräst und Hörgeräte angepasst. Große
Freude, großer Spaß (auch untereinander). Besondere Dankbarkeit haben ich von
der Abschlussklasse empfunden. Sie hätten nach dem verlassen der Schule keine
Hörgeräte mehr gehabt, da diese Schuleigentum sind. Jetzt können sie in die
Arbeitswelt entlassen werden und haben wenigstens eine Chance.
Nach
nunmehr 3 Reisen ist das Projekt 1000 Kinder sehen, 1000 Kinder hören mit der Erstversorgung jetzt
abgeschlossen. Ich hoffe das wir den Kindern, die jetzt Hörgeräte haben, damit
helfen konnten und die Hörgeräte mit der verbunden Freude lange halten. Wenn
jetzt noch eine gute Nachversorgung durch Round Table und Old Tablers aufgebaut
wird, können wir alle wirklich glücklich sein.
Danke an Round Table und Old Tablers für dieses schöne
Projekt.
Jetzt weiß ich auch was ein Tabler-Leben ausmacht!
YiT
Robert KühneYiT
Meine 3. Versorgungsfahrt nach Дніпропетровськ Ukraine vom 23.09.-26.09.12
Hallo Ihr Lieben :-),
ich bin spät am Abend gut daheim angekommen und gleich
tot müde ins Bett gefallen. Der Koffer steht immer noch unausgepackt im Flur
:-). Jetzt muss ich das Erlebte verarbeiten.
Mein Mann sagt, ich habe auf der Heimfahrt vom Flughafen,
wie ein "Wasserfall" über meine Eindrücke erzählt. Vieles realisiert
man oft erst im Nachhinein.
Es war wieder eine tolle und sehr emotionale Aktion, mit
vielen lieben Menschen.
Meine Gedanken werden wohl auch diesmal mehrfach am Tag,
vom alltäglichen Tagesablauf, in die Ukraine zu den Menschen nach
Дніпропетровськ abschweifen.
So war es auch nach meiner 1.und 2. Versorgungsfahrt nach
Odessa und Kiew. Ich hatte tagelang damit zu tun, meine Emotionen zu ordnen, um
wieder zu einem normalen Tagesablauf zu kommen.
Besonders muss ich an Igor denken, ein Heimkind. Er hat
seine Eltern verloren.
Ein pfiffiges Bürschchen, der mit den Hörgeräten sofort
alles versuchte nachzusprechen. Das war soooo schöööön :-)..JPG)
Ich hoffe sehr, dass er seinen Weg geht und durch die
Hörgeräte gut sprechen lernt und somit bessere Chancen im Leben bekommt.
Wunderbar ist, dass wir diesmal alle Kinder mit
Hörgeräten versorgen konnten. Das ist großartig !!! Ich bin froh und glücklich,
dass wir das geschafft haben.
Unser Team war perfekt zusammengestellt, wir kannten uns
von den vorherigen Fahrten, das verbindet ungemein :-).
Dieser Zusammenhalt war während der gesamten Aktion zu
spüren. Alles ging Hand in Hand, wir waren wunderbar eingespielt..JPG)
Jeder Einzelne von uns war mit viel Engagement und
Herzblut dabei.
Die Kinder die wir mit Hörgeräten versorgen konnten,
können nun in eine selbstbestimmtere Zukunft blicken. Das macht mich sehr
glücklich.
Da wir diesmal in Дніпропетровськ in einem Internat
waren, konnten wir Probleme und Unklarheiten mit den Hörgeräten oder Ohrstücken
sofort lösen, denn die Kinder hatten die Möglichkeit sich am folgenden Tag
direkt an uns zu wenden. Das hat mir sehr gut gefallen und mich darin bestärkt
auch für die weitere Nachhaltigkeit zu sorgen.
Gern bin ich bei einer Nachversorgungsfahrt, die der
Nachhaltigkeit dient, wieder mit dabei. Das ganze Projekt ist mir sehr ans Herz
gewachsen.
Die Tage jetzt in Дніпропетровськ, waren anstrengend,
jedoch auch voller Freude, denn die vielen strahlenden Kinderaugen dankten es
uns. Da geht einem das Herz auf :-) :-)!
Es gibt nichts Schöneres als lachende Kinderaugen, da
sind wir uns alle einig !!! Vielen Dank auch an die Organisatoren und Danke
dass ich dabei sein durfte :-)!
Liebe Grüße, Eure Heike :-).
Heike Nörenberg, Hörgeräteakustik-Meisterin, Pädakustikern------------------------------------
Liebe Heike,
von uns Tablern vielen, vielen Dank für Deine unermüdliche Hife bei diesem Projekt. Du bist eine unglaubliche Bereicherung, für die Kinder und die Freundschaft zu uns Tablern.
Dein
Tommy Führer
OT74 Hanau
3. Versorgungsreise - Das Team von 1000 KSUH meldet sich zurück aus Dnieperprotowsk/Ukraine
Es wurden letztlich 130 Kinder in einem Schwerhörigen Kinderheim versorgt. Ein besonderer Dank auch an Alina Nosenko, die seitens der Klitschko Stiftung uns Super unterstützt hat. Somit wurde die Versorgungsphase abgeschlossen, nun ist die Nachhaltigkeit gefragt!
Quelle: facebook
3. Versorgungsfahrt: Handy-Nachricht via fb aus Dnieperprotowsk
Das Team arbeitet auf Hochtouren. 80 erfolgreiche Hörgeräteversorgung beiderseits, 160 gefertigte Ohrpassstücke. Es klappt bislang alles.
Nach 10 Stunden ist nun Feierabend, denn Morgen warten noch einmal 60 Kinder.
Gruß an die Heimat aus Dnieperprotowsk
Videos von Lars Herla auf facebook
Nach 10 Stunden ist nun Feierabend, denn Morgen warten noch einmal 60 Kinder.
Gruß an die Heimat aus Dnieperprotowsk
Videos von Lars Herla auf facebook
3. Versorgungsreise in die Ukraine
Karolina ist eines von 80 erfolgreich versorgten Kindern heute. 10 Stunden und 160 Ohrpassstücke später ist Schluss für heute! Grüße an die Heimat aus Dnieperprotowsk !
Die 3. Reise steht an!
„Bitte hört nicht auf solche Dinge zu tun,
Ihr sorgt Euch nicht nur um unsere Kinder,
sondern macht die Welt ein Stück weit besser!“
Ihr sorgt Euch nicht nur um unsere Kinder,
sondern macht die Welt ein Stück weit besser!“
(Ukrainische Mutter zu den RT/OT-Helfern während der 2. Versorgungsreise im Februar 2012)
Nun geht es auf zur 3. Versorgungsreise!
Vom 23.-bis 27.September ist das Spezialistenteam wieder unterwegs.
Nach Odessa und Kiew geht es dieses Mal nach Dnjpropetrovsk.
Hier wird das Team insgesamt 130 Kinder mit Hörgeräten versorgen und den Kindern ein Stück weit zur "Normalität" verhelfen.
Bitte unterstützt uns weiterhin mit Euren Spenden, damit die Nachhaltigkeit des Projektes auch zukünftig gesichert ist!
Nun geht es auf zur 3. Versorgungsreise!
Vom 23.-bis 27.September ist das Spezialistenteam wieder unterwegs.
Nach Odessa und Kiew geht es dieses Mal nach Dnjpropetrovsk.
Hier wird das Team insgesamt 130 Kinder mit Hörgeräten versorgen und den Kindern ein Stück weit zur "Normalität" verhelfen.
Bitte unterstützt uns weiterhin mit Euren Spenden, damit die Nachhaltigkeit des Projektes auch zukünftig gesichert ist!
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